Die Ursachen für Haarausfall bei Männern erklärt

Von | 16. November 2015

Wenn sich das Thema rund um den Haarausfall bei Männern dreht, gibt es zahlreiche Erklärungsversuche für mögliche Ursachen. Natürlich sind oft die Väter und Großväter Schuld, die ihren Kindern den unschönen Haarverlust mit auf den Weg gegeben haben. So einfach lässt sich das Problem Haarausfall allerdings nicht klären, denn: Häufig sind es mehrere Faktoren, auf die „Mann“ keinen Einfluss nehmen kann. Mögliche Ursachen zeigt der folgende Artikel.

Übeltäter Dihydrotestosteron

Haarausfall Mann Ursachen

In den meisten Fällen handelt es sich bei Männern um genetisch bedingtem Haarausfall

Wenn sich bei Männern im fortgeschrittenen Alter Geheimratsecken bilden oder die Haare im Stirnbereich zunehmen nachlassen, wird von einem sogenannten anlagebedingten Haarausfall gesprochen (androgenetische Alopezie).

Bei diesem Phänomen handelt es sich allerdings keinesfalls um eine hormonelle Störung oder gar eine grundsätzliche Veranlagung innerhalb der Familie. Verantwortlich ist hingegen das sogenannte „Dihydrotestosteron“ (DH), das sowohl im Körper von Frauen und Männern durch das männliche Geschlechtshormon Testosteron gebildet wird.

Die Haarwurzeln reagieren auf dieses Geschlechtshormon besonders empfindlich, insbesondere bei Menschen, die über eine grundsätzliche Veranlagung zur Androgenetischen Alopezie verfügen. Außerdem sind sogar die Haarwuzeln selbst, durch das enthaltene Enzym 5-alpha-Reduktase, dafür mitverantwortlich, dass noch mehr DH gebildet wird.

Durch die veranlagte Überempfindlichkeit auf das DH wird die Wachstumsphase der Haarwurzel schließlich drastisch verkürzt, was mit absterbenden Haaren (also Haaren, die entweder ausfallen oder Schritt für Schritt lichter werden) einhergeht.

Diese Überempfindlichkeit auf das DH und die daraus resultierende androgenetische Alopezie ist übrigens direkt in den Genen verankert, wird gleichzeitig allerdings nicht von den Verwandten weitervererbt. Die Haarpracht der eigenen Väter lassen demnach keine Rückschlüsse auf die eigene „Haarentwicklung“ zu.

Andere Gründe für Haarausfall

Neben dem anlagebedingten Haarausfall unterscheidet man den sogenannten kreisrunden und diffusen Haarausfall, die allerdings in erster Linie mit Krankheiten oder auch medikamentösen Eingriffen zusammenhängen. So sind die Ursachen für einen kreisrunden Haarausfall zum Beispiel weitestgehend unbekannt, werden aber oft mit Autoimmunkrankheiten in Verbindung gebracht.

Ein diffuser Haarausfall tritt hingegen entweder sofort und kurz nach dem Ausbruch einer schweren Erkrankung aus. Eine Schilddrüsenfehlfunktion, Eisenmangel oder auch Nebenwirkungen von Medikamenten können hier die Ursachen sein. Ebenso wird beim Haarverlust im Rahmen einer Krebstherapie von diffusem Haarausfall gesprochen.

Die Gründe für den Verlust Ihres Eigenhaares sind also recht vielseitig. Oft spielen Krankheiten, Mangelerscheinungen oder auch Behandlungsmethoden eine Rolle. Für Männer dürfte allerdings der anlagebedingte Haarausfall im Mittelpunkt stehen, der durch eine Überempfindlichkeit auf das Geschlechtshormon DH ausgelöst wird.