Arten von Haarausfall und die Ursachen

Von | 7. Februar 2019

Wenn die Haarbürste die Haare gefühlt eher einsammelt, statt sie zu entwirren, ist für viele Panik im Badezimmer. Man fragt sich: was genau fehlt meiner Haarwurzel? Warum gehen mir die Haare aus? Wir haben die Antworten.

Hormonell-erblicher Haarausfall

haarausfall-ursachen
Haarausfall kann vererbt oder hormonell bedingt sein.

Jetzt weiß ich auch, von wem ich das hab‘! Haarausfall kann genetisch bedingt sein. In diesem Fall sind die Haarwurzeln besonders empfindlich auf die „männlichen“ Sexualhormone Androgene, wie Testosteron. Östrogen hätte die gegenteilige Wirkung, weshalb ein Östrogenmangel auch die Haarwurzeln schwächen kann. So wird die Wachstumsphase verkürzt und die Haare verabschieden sich.

Kreisrunder Haarausfall

Der am zweithäufigste Grund für mangelnde Behaarung ist kreisrunder Haarausfall. Selbst Kinder und Jugendliche sind nicht davor gefeit. Bei dieser Art bekommt man punktuell kahle Stellen in der Kopfbehaarung. Auslöser ist vermutlich eine Fehlsteuerung des Immunsystems, was sogar zum Verlust aller Kopf- und Körperbehaarung führen kann.

Diffuser Haarausfall

Die Gründe für diffusen Haarausfall können ganz unterschiedlich ausfallen: von Infektionen über Mangelerscheinungen (z.B. Eisen, Mangelernährung), Einnahme bestimmter Medikamenten, hormonellen Erkrankungen und entzündlichen Kopfhauterkrankungen, bis hin zu psychosomatischer Belastung.

Diese Art des plötzlichen Haarverlusts betrifft die gesamte Kopfhaut gleichermaßen und führt praktisch nie zum vollständigen Verlust der Haare.

Vernarbender Haarausfall

Auch narbige Alopezie genannt, wird diese Form durch Kopfhauterkrankungen und Entzündungsprozesse ausgelöst, die die Haarwurzelzellen angreifen. Zu diesen Krankheiten zählen die folgenden:

  • angeborene Verhornungsstörungen bei bestimmtem Hauterkrankungen (z.B. Ichythosen)
  • physikalische oder chemische Verletzungen (z.B. Verätzungen)
  • lokale Infektionen mit Bakterien (z.B. Follikullitis, Pilze)
  • entzündliche oder immunologische Hauterkrankungen wie Lupus erythematodes, Knötchenflechte oder Sklerodermie

Früherkennung ist hierbei wichtig, um langfristigem Haarausfall entgegenzuwirken. Wenn spezifische Therapien nichts mehr helfen, kann auch eine Haartransplantation angedacht werden.

Traktionsalopezie

Zu grober Umgang mit der Haarpracht kann sich rächen. Zu feste Pferdeschwänze oder Zöpfe und Lockenwickler oder zu häufiges Bleichen, Färben und Dauerwellen, strapazieren das Haar zu sehr. Übertreibt man es gar, kann es sogar zu Kopfhautentzündung und permanentem Haarausfall kommen.