Zu hoher Augendruck: Ursachen, Risiken und Behandlung

Von | 4. Juli 2017

Ein erhöhter Druck im Inneren der Augen äußert sich meist durch einen pochenden Schmerz in den Augäpfeln. Doch so leicht erkennbar ist die Krankheit meist nicht, beziehungsweise ist vielen Menschen nicht bewusst, dass es sich hier tatsächlich um eine Krankheit handelt, die vom Arzt behandelt werden sollte. Auf die leichte Schulter nehmen sollte man den erhöhten Augendruck jedoch keineswegs.

Wie entsteht zu hoher Augendruck?

augeninnendruck

Der Augendruck entsteht durch das sogenannte Kammerwasser im Augeninneren

Der Augendruck entsteht durch das sogenannte Kammerwasser im Augeninneren. Dieses wird im Ziliarkörper, einem Bereich hinter der Iris, gebildet und fließt von diesem Bereich durch die Pupille nach vorne, wo es im sogenannten Kammerwinkel durch Verbindungen zu Blutgefäßen wieder abtransportiert wird.

Bei einem Ungleichgewicht zwischen Produktion und Abfluss kommt es zu einem erhöhten Augendruck. Durch diesen kann es zu einer verstärkten Krafteinwirkung auf den Sehnerv kommen und ein grüner Star, ein sogenanntes Glaukom, kann entstehen. Im Laufe der Zeit kommt es so zu schweren Sehstörungen bis hin zur Erblindung.

Mögliche Ursachen für den Druckanstieg sind Zustände, bei denen zu viel Kammerwasser produziert wird oder Veränderungen des Abflusssystems oder Gefäßveränderungen. Auch Medikamente können für den Druckanstieg verantwortlich sein.

Risiken für hohen Augendruck

Zu den Risikofaktoren für einen erhöhten Augendruck gehören:

  • Familiäre Vorbelastung – vor allem bei jüngeren Betroffenen kann ein Hinweis für ein genetisch bedingtes erhöhtes Risiko vorhanden sein
  • Das Alter
  • Vorhergehende Verletzungen des Auges
  • Schwere Entzündungen am Auge
  • Starke Fehlsichtigkeit
  • Diabetes mellitus
  • Migräne
  • Ethnische Zugehörigkeiten – dunkelhäutige Personen sind häufiger und schon ab einem jüngeren Alter betroffen.

Behandlung des erhöhten Augendrucks

Ein erhöhter Augendruck lässt sich mit medikamentöser Behandlung sehr gut senken. Dabei werden Augentropfen eingesetzt, die sich nach Indikation und Ursache der Druckerhöhung unterscheiden. Ein Gang zum Arzt ist also unerlässlich, verrät unsere Gesprächspartnerin Ing. Nikola Baránková von der iClinic in Bratislava. Neben den Augentropfen stehen auch Medikamente zur oralen Einnahme zur Verfügung.

Die Arzneimittelgruppe Parasympatomimetika führen zu einer Öffnung des Kammerwinkels, wodurch das Kammerwasser besser wieder abfließen kann. Auch Prostaglandinanaloga und Sympatikomimetika senken durch einen geförderten Abfluss von Kammerwasser den erhöhten Druck im Auge. Sympatikolytika und Carboanhydrasehemmer sorgen hingegen dafür, dass überhaupt weniger Kammerwasser produziert wird.

Wichtig ist, dass die Augentropfen wirklich regelmäßig angewendet werden. Gerade, wenn die Betroffenen keine Einschränkungen durch den erhöhten Augendruck verspüren, wird die Applikation häufig vergessen oder als nicht notwendig erachtet. Auch die Nebenwirkungen der Medikamente spielen in diesem Zusammenhang eine Rolle. Regelmäßige Kontrollen beim Augenarzt sind also unumgänglich, um ein weiteres Fortschreiten der Erkrankung bis hin zum Grünen Star zu verhindern.

Auch Lasertechniken machen den Abfluss des angestauten Kammerwassers möglich. Ebenso kann durch chirurgische Maßnahmen wie eine sogenannte Trabekulektomie ein neuer Durchgang eröffnet, durch den das Kammwasser abfließen kann.

Die erfahrenen Augenärzte der iClinic beraten ihre Patienten mit erhöhtem Augendruck gerne hinsichtlich der verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten. Die iClinic in Bratislava ist generell eine empfehlenswerte Anlaufstelle, wenn es um Operationsmethoden rund um das Augen lasern geht.

Erhöhter Augendruck mag sich harmlos anhören, kann aber bei Nichtbehandlung schwerwiegende Folgen haben. Betroffene sollten daher unbedingt einen Augenarzt aufsuchen und den Druck konsequent mit den verschriebenen Augentropfen behandeln.