Gesundheitliche Beeinträchtigungen durch schlechte Raumakustik

Von | 29. Dezember 2018

Eine hohe Geräuschkulisse in Büros ist allgegenwärtig. Doch vor allem in Großraumbüros ist der Geräuschpegel häufig beunruhigend hoch. Das Problem: Eine hohe Lärmbelastung mindert die Konzentration und hat sogar erheblichen Einfluss auf die Gesundheit der Mitarbeiter. Durch architektonische Maßnahmen gibt es jedoch unterschiedliche Möglichkeiten zur Lärmprävention.

Wie Lärm krank macht

Schallschutz Kopfhörer

Schallschutz Kopfhörer sind keine dauerhafte Lösung!

Lärm ist nichts anderes als Schall, der als störend oder lästig wahrgenommen wird. Messungen zufolge kann der Geräuschpegel in Großraumbüros immerhin 50 bis 70 Dezibel betragen. Zum Vergleich: Ein Presslufthammer erreicht etwa 90 Dezibel. Je länger ein Mensch einem hohen Lautstärkepegel ausgesetzt ist, desto größer ist also das Risiko für Gesundheitsschäden.

Die in der Arbeitswelt häufigste Folge von Lärmbelastung betrifft das Hörorgan. Gehörschäden treten nicht akut, sondern in Form von vielen kleinen Schädigungen auf, die in der Regel nicht mehr rückgängig zu machen sind.

Lärm ist für den Körper auch ein Stressfaktor und erhöht den Blutdruck. Konzentration und das Ausblenden von Geräuschen kosten Energie und führen zu Ermüdungserscheinungen. Das kann von Kopfschmerzen und Muskelverspannungen bis hin zu Magen-Darmbeschwerden und Herz-Kreislauf-Erkrankungen verursachen.

Abgesehen davon sind außerdem die Auswirkungen hoher Lautstärke auf die Psyche nicht zu unterschätzen. Wer längerfristig einem Geräuschpegel von 40 Dezibel ausgesetzt ist, kann Konzentrationsstörungen und eine verminderte Erinnerungsfähigkeit sowie Schlafstörungen davontragen.

Was man gegen den Lärm tun kann

Laut einer Umfrage von karriere.at geben 44 Prozent der befragten Personen an, dass gute Akustik im Großraumbüro die Konzentration fördert und zu einem optimalen Arbeitsumfeld beiträgt. Durch unterschiedliche Maßnahmen kann die Raumakustik in Büros verbessert werden, was Gesundheitsrisiken vorbeugt.

1.      Lärm entgegenwirken mit Wand- und Deckenlösungen

Schallschutzbilder

Schallschutzbilder beispielsweise gibt es in passenden Designs.

Schallschutzwände oder -platten, die an den Wänden installiert werden, absorbieren den Schall und senken den Geräuschpegel in Räumen. Ebenso kann man Schall mit Akustikbilder minimieren, die nicht nur akustisch wirksam sind, sondern auch ein ästhetisch ansprechendes Designelement in Büros darstellen.

Wenn die Wände keinen Platz für Absorber bieten, kann auf die Decke zurückgegriffen werden. Deckenelemente, wie etwa Deckensegel, sind besonders absorbierend und können ganz leicht montiert werden, ohne dabei Platz wegzunehmen.

2.      Lärm entgegenwirken mit mobilen Trennwänden

Um störende Gespräche der unmittelbaren Tischnachbarn zu dämpfen, können Tischtrennwände verwendet werden, die den Direktschall aufsaugen. Größere mobile Stellwände können außerdem dazu genutzt werden, Großraumbüros besser aufzugliedern und für mehr Privatsphäre zu sorgen.

Einen besonderen Schutz bieten Schallschutzkabinen, die als Rückzugsmöglichkeit in geschäftigen Büroräumen dienen. Je nach Größe können dort auch Meetings oder Telefonate abgehalten werden, ohne andere Mitarbeiter zu stören.

Wer auf optimale Raumakustik achtet, steigert also nicht nur die Konzentration und Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter, sondern kann außerdem die Arbeitsatmosphäre verbessern und Gesundheitsrisiken vorbeugen.

Quellen:
https://www.akustikform.ch/
https://www.karriere.at/blog/
https://www.wiwo.de/